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Widerstände. Vom Umgang mit Rassismus in Bern
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Im Rahmen eines Gastkuratoriums konzipiert der Verein «Das Wandbild muss weg!» ein Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt zur Kontroverse um ein rassistisches Wandbild in einem Berner Schulhaus.
Mit dem Verein «Das Wandbild muss weg!» (Izabel Barros, Fatima Moumouni, Esther Poppe, Vera Ryser, Bernhard C. Schär, Angela Wittwer)

April 2024 - Juni 2025
Bernisches Historisches Museum

Fotos: Stefan Wermuth

→ Bernisches Historisches Museum
→ Ausstellungsdokumentation
→ Begleitheft zur Ausstellung
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Die Ausstellung nimmt die Entfernung und Schenkung eines rassistischen Wandbilds aus dem Schulhaus Wylergut ans Bernische Historische Museum zum Anlass, um auf die Geschichte und Aktualität von Rassismus und Kolonialismus in Bern zu schauen. Sie macht aber auch auf die Widerstände aufmerksam, die das Projekt des Kolonialismus seit Anbeginn begleiten. Anhand eines Zeitstrahls, der sich durch die gesamte Ausstellung zieht, fokussieren wir auf die Kontroversen, die das Wandbild und dessen Entfernung aus dem Schulhaus Wylergut in Bern ausgelöst haben. Dabei kommt die Breite der Debatte um das Wandbild zum Ausdruck. Eigenständige Beiträge von Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Aktivist*innen und Kulturschaffenden, die sich seit Jahren mit ihrer Expertise für eine antirassistische Gegenwart und Zukunft einsetzen, vermitteln Denkanstösse. Ihre Beiträge behandeln ein Thema nicht abschliessed, sondern regen zu einer weiterführenden Auseinandersetzung an.
Die Ausstellung stellt weder das Wandbild noch dessen Erschaffer ins Zentrum. Das Wandbild und die Kontroversen, die es auslöst, bilden vielmehr eine Linse. Sie machen nachvollziehbar, wie die bernische Gesellschaft durch den Kolonialismus mitgeformt wurde. Und sie dokumentieren, wie diese Gesellschaft mit dem fortwirkenden Rassismus in der Gegenwart umzugehen versucht.
Das Wandbild muss weg!
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Das Projekt realisiert die Abnahme eines rassistischen Wandbildes im Schulhaus Wylergut in Bern und die Dislozierung ins Bernische Historische Museum. Begleitend wird eine gesellschaftsübergreifende Debatte über das kulturelle Erbe der Kolonialzeit in Bern initiiert.
Mit dem Verein «Das Wandbild muss weg!» (Ashkira Darman, Fatima Moumouni, Vera Ryser, Bernhard C. Schär, Angela Wittwer)

2021 - 2024
Stadt Bern

Fotos: Studio Attila Janes, Dres Hubacher, Marla Meyer, Vera Ryser, Stefan Wermuth

→ Webseite Projekt
→ Jurybericht Wettbewerb
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Im Berner Schulhaus Wylergut malten die Künstler Eugen Jordi und Emil Zbinden 1949 ein Wandbild mit rassistischen Stereotypen. Die Stadt Bern lanciert 2019 einen transdisziplinären Wettbewerb zum Umgang mit diesem Wandbild. Der Siegerbeitrag «Das Wandbild muss weg!» besteht aus drei Teilen: Erstens soll das Wandbild aus dem Schulhaus entfernt und zweitens dem Bernischen Historischen Museum geschenkt werden. Drittens soll die frei gewordene Wand im Schulhaus mit einer temporären künstlerischen Installation bespielt werden, die an die Verletzungen rund um das Wandbild erinnert.
Nach langwierigen Verhandlungen zwischen den beteiligten Institutionen, Behörden und Einzelpersonen konnte das Vorhaben umgesetzt werden: Das Wandbild wird 2023 im Schulhaus konservatorisch von der Wand genommen und dem Bernischen Historischen Museum geschenkt. 2025 realisiert die Künstlerin Shirana Shahbazi eine künstlerische Intervention am ehemaligen Standort des Wandbildes im Schulhaus Wylergut.
Während der Dauer des Projekts teilt das Projektteam seine kritische Auseinandersetzung mit dem Wandbild mit einer breiten Öffentlichkeit und generiert neue Formen der Teilhabe. Sie sollen für postkoloniale und antirassistische Perspektiven sensibilisieren und einen gesellschaftlichen Lernprozess auslösen.

Förderung: Burgergemeinde Bern, Ernst Göhner Stiftung, Fachstelle für Rassismusbekämpfung, Gwärtler Stiftung, Kultur Stadt Bern, Neues Wir, Pro Helvetia, Stiftung Corymbo, Swisslos Kultur Kanton Bern
Stimmen aus einer archivierten Stille
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Ein Recherche- und Ausstellungsprojekt zur Basler Kolonialgeschichte. Provenienzrecherchen in Zusammenarbeit mit Basler Museen (MKB, Naturhistorisches Museum) und Künstler:innen in Indonesien und Sri Lanka.
Von Studio for Memory Politics (Vera Ryser und Sally Schonfeldt)
Mit Rahmat Arham, Deneth Piumakshi Wedaarachchige, Julia Sarisetiati, Bernhard C. Schär, Jimged Ary Sendy Trisdiarto, Angela Wittwer

12. Januar - 30. Mai 2020
Foyer Grosses Haus, Theater Basel

Fotos: Flavio Karrer

→ Theater Basel
→ Diskussionsreihe
→ Ausstellungspublikation
→ Presse: SRF Kontext
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Im Dienste der Wissenschaft brachten die beiden Basler Naturforscher Fritz und Paul Sarasin um 1900 exotische Tiere und Pflanzen, ethnologische und archäologische Objekte sowie Schädel und Skelette aus verschiedenen Kolonialgebieten nach Basel. Damit legten sie den Grundstein für eine der grössten ethnologischen Sammlungen im deutschsprachigen Europa. Die Geschichte der Sarasins wurde in der Studie «Tropenliebe» von Bernhard C. Schär umfassend aufgearbeitet. Basierend auf dieser Studie initiierten Ryser und Schonfeldt ein Forschungsprojekt über die Leerstellen der Sarasinschen Sammlungen in Basel und luden Künstler*innen aus Indonesien und Sri Lanka dazu ein, sich mit diesen Objekten und ihrer Geschichte zu beschäftigen. In Kooperation mit dem Theater Basel, das ein Theaterstück über das Leben der Sarasins realisierte, kuratierten Ryser und Schonfeld ein Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt im Foyer des Theaters. Dabei entstanden zehn verschiedene künstlerische Arbeiten von Rahmat Arham, Deneth Piumakshi Wedaarachchige, Julia Sarisetiati, ‹Jimged› Ary Sendy Trisdiarto, Angela Wittwer sowie Ryser und Schonfeldt. Alle Teilprojekte verweisen innerhalb der übergeordneten Ausstellungsstruktur aufeinander und kommentieren sich gegenseitig.
So entsteht im Foyer des Theaters eine materielle und visuelle Welt, die sich auf die kolonialen Verbindungen zwischen der Schweiz, Indonesien und Sri Lanka um 1900 bezieht und diese polyzentrisch und aus verschiedenen geographischen Perspektiven kommentiert und kritisiert. Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm mit Gästen aus Wissenschaft, Kunst und Bildung begleitet.

Förderung: ETH Zürich, SNF Agora-Projekt, Pro Helvetia, Christoph Merian Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Aargauer Kuratorium
Tales from the Dairy Diaspora
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Ein Essay-Film über die Migrationsgeschichte eines türkischen Käses, dessen Rezept um 1900 mit Schweizer Arbeitsmigrant:innen nach Ost-Anatolien mitreiste. HD-Video (20 Minuten).
Mit Özgür Atlagan und Onur Gökmen

24. - 31. Januar 2019
Solothurner Filmtage

18. Juni - 28. April 2018
Ankara International Filmfestival

24. Juni - 3. Juli 2016
Festival Belluard, Fribourg

Screenshots Film, Fotos: Özgür Atlagan

↳ Trailer
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Kars Gravyer ist Greyerzer-Käse aus der Türkei, der wie Emmentaler aussieht. Aber er ist viel mehr als das. Zwar basiert er auf einem vor über hundert Jahren mit Schweizer Käsern nach Ost-Anatolien mitgereisten Rezept, hat aber im lokalen Gefüge einen ganz eigenen Geschmack, eine ganz eigene Geschichte bekommen. Heute ist der Kars Gravyer eine in der ganzen Türkei bekannte Käsespezialität. Hergestellt wird er in Kars, einer Kleinstadt an der ostanatolischen Grenze zu Armenien.
In einer einjährigen Recherche in Archiven in Bern, Zürich, Istanbul und Ankara recherchierten Özgür Atlagan, Onur Gökmen und Vera Ryser die Migrationsgeschichte des Kars Gravyer. Während einer dreiwöchigen Recherchereise wurde die handwerkliche Herstellung des Gravyer in den umliegenden Dörfern von Kars und der Käsehandel in Kars dokumentiert. Das Video-Essay besteht aus dokumentarischen Bildern von Kars und Zitaten aus historischen Briefen und Dokumenten. Das Video-Essay zeigt, wie Migration ein komplexes, grenzüberschreitendes Netzwerk des Austauschs schafft. Dieses Netzwerk ermöglicht nicht nur die Bewegung von Menschen, sondern fördert auch den Transfer und die Transformation von Ideen, Gütern und kulturellen Praktiken über nationale Grenzen hinweg.

Förderung: Canton of Fribourg Cultural Promotion Fund, Migros Culture Percentage, Fonds culturel Sud, Gubler-Hablützel Stiftung
Über die Herstellung, Wiederholung und Aktualisierung des ‹Anderen› in und durch Bilder


Eine Rechercheausstellung über koloniale Darstellungspolitiken im öffentlichen Raum.
Von Studio for Memory Politics (Vera Ryser und Sally Schonfeldt)
Mit Helvetia Leal und Max Heinrich

Oktober - November 2018
Raum*Station, Zürich

Fotos: Helvetia Leal

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Im Bahnhof Wiedikon in Zürich hängen noch heute zwei Wandbilder, die 1927 zur Eröffnung des Bahnhofs als Werbung für das Warenhaus Jelmoli in der Schalterhalle angebracht wurden.
Das Wandgemälde auf der einen Seite zeigt im Zentrum drei gut gekleidete, weisse Frauen, die in ein Verkaufsgespräch verwickelt sind, und mit einem weissen Verkäufer einen Stoff betrachten. Es gibt ausserdem ein weisses Kind, das ein Buch liest und ein anderes, das mit einer Holzeisenbahn spielt. Das Wandgemälde auf der gegenüberliegenden Seite zeigt im Zentrum drei People of Colour die Kolonialwaren wie Tee, tropische Früchte und einen Teppich feilbieten. Dabei repräsentieren sie verschiedene Regionen, von denen die Schweiz in den 1920er Jahren koloniale Waren bezogen hat. Im Gegensatz zum ersten Bild sind diese drei Figuren frontal dargestellt: Sie wenden sich direkt an die Betrachter*innen und preisen ihre Waren an.
In der Gegenüberstellung der beiden Bilder wird die Herstellung des sogenannten "Anderen" ersichtlich: Die weissen Figuren werden mit Büchern und Eisenbahn in Verbindung gebracht, die die angeblichen Fortschritte der westlichen Zivilisation, also Reichtum, Wissen, Technik und Freizeit, symbolisieren. Davon ausgeschlossen bleiben die People of Colour. Sie werden stattdessen auf ihre klischeehafte Funktion als «Teppichhändler» oder «Früchteverkäufer» reduziert. Ausserdem verfügen sie über einen geringeren Handlungsspielraum: Während die weissen Figuren als handelnde Teilnehmer*innen einer Gesellschaft dargestellt werden, können die People of Colour ausschliesslich passiv darauf warten, dass ihre Waren gekauft wird.
Die beiden Wandgemälde zeigen auf, wie vor dem Hintergrund der gewaltvollen imperialen Weltordnung auf rassistische Weise zwischen einem angeblich fortschrittlichen «Wir» und einem vermeintlich exotisch «Anderen» unterschieden wurde. Diesen Prozess nennt man «Othering» (auf Deutsch «Verandern») und er hat sich bis heute in das Denken und Handeln der Schweizer Gesellschaft eingeschrieben. Wie tief das geht, zeigt die Tatsache, dass die Wandgemälde 1997 aufwändig restauriert und zusammen mit dem gesamten Bahnhof unter Denkmalschutz gestellt wurden. Was bedeutet es, dass diese rassistischen Darstellungen von People of Colour noch heute im Bahnhof Wiedikon hängen und welche Botschaft vermitteln diese stereotypen Bilder den Passant:innen, die jeden Tag daran vorbeigehen? Müssten sie als rassistische (Werbe-)Bilder aus dem öffentlichen Raum entfernt werden oder erlauben uns gerade diese Bilder, an die kolonialen Verstrickungen der Schweiz zu erinnern? Wer definiert, woraus unser Kulturerbe besteht? Und wessen Kulturerbe bleibt von dieser Definition ausgeschlossen?
Die Aufzeichnungen von Gesprächen mit Passant*innen über die Wandbilder wurden zusammen mit weiteren Recherchematerialien in einer prozesshaften Ausstellung in der Raum*Station der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Förderung: Pro Helvetia Recherchebeitrag, Raum*Station
Wir fordern! Eine Recherche zum «Manifest ausländischer Frauen» von 1975
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Oral-History-Projekt und Ausstellung zum 1975 in Zürich von 180 Frauen verfassten «Manifest ausländischer Frauen».
Mit Studio for Memory Politics (Vera Ryser und Sally Schonfeldt)

Juni – Juli 2016
Les Complices*, Zürich

Dezember 2016 – Januar 2017
Aargauer Kunsthaus, Auswahl 16

Fotos: Flavio Karrer, Nathalie Bissig

→ Les Complices*
→ Saaltext
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Im Februar 1975 verfassten 180 Frauen verschiedener Nationalitäten in Zürich das «Manifest ausländischer Frauen und Frauen ausländischer Männer». Darin forderten sie progressive politische und soziale Rechte und kämpften öffentlich sichtbar für ihre Anerkennung in der Schweizer Gesellschaft. Dieses Manifest wurde in der Folge in verschiedenen Schweizer Medien kurz und heftig diskutiert und vor allem diffamiert. Viele der Forderungen sind jedoch bis heute aktuell geblieben.
Dieser Einsatz für die politischen und sozialen Rechte der in die Schweiz eingewanderten Frauen ist ein wichtiger, aber wenig bekannter Teil der Schweizer Geschichte, der nach vierzig Jahren dringend in die Öffentlichkeit gebracht werden muss. Die Ausstellung «Wir fordern!» zeigte mehrere narrative Interviews mit Frauen, die das Manifest 1975 verfassten und über ihre politische Arbeit berichten..An zwei Abenden wurden verschiedene feministische Organisationen sowie am Manifest beteiligten Frauen zu Podiumsdiskussionen eingeladen.

Förderung: Manifesta Parallel Events, Stiftung für Bevölkerung, Migration und Umwelt (BMU)
Leonforte/Laufenburg: Geteilte Erinnerungen
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Oral History-Projekt und Ausstellung über die Geschichte sizilianischer Arbeitsmigrant:innen im aargauischen Laufenburg.
Mit Patrizia Lo Stanco

August 2016 - September 2017
Museum Schiff, Laufenburg

Fotos: Nathalie Bissig

→ Ausstellungspublikation
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Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen viele Italiener*innen den Weg von Italien in die Schweiz auf sich, um hier zu arbeiten und sich eine neue Existenz aufzubauen. Mit ihrer Schaffenskraft trugen sie wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Schweiz bei. Anfangs kamen die meisten Migrant*innen aus Norditalien. Ab Ende der 1950er Jahre migrierten vermehrt auch Süditaliener*innen in die Schweiz, so auch nach Laufenburg. Im Jahr 1958 fanden die ersten Männer aus Leonforte, einer Kleinstadt im Landesinnern Siziliens, den Weg nach Laufenburg im Aargau. Später kamen dann auch Frauen und Kinder. In der Ausstellung erzählen rund zwanzig Personen ihre Erinnerungen an die Migration von Leonforte nach Laufenburg.
In fünf thematischen Hörstationen an Leuchttischen mit persönlichen Fotografien geben die Protagonist*innen der Anfangszeit Auskunft über ihre Erfahrungen als «italienische Einwander*innen» in der Zeit von 1958 bis 1970, aber auch Personen der nachfolgenden Generationen berichten von ihren Erlebnissen. Die Erzählungen und persönlichen Fotografien der Migrant*innen geben einen Einblick in ihren Alltag und berichten von Abwehr und Angst, aber auch von Annäherungen, Austausch und Veränderungen der Umgebung. Die Migrant*innen werden so als wichtiger Teil der Laufenburger Geschichte sichtbar.
Die Ausstellung und die Hörinstallationen sind zweisprachig (it/de).

Förderung: Swisslos Kanton Aargau, Stiftung für Bevölkerung, Migration und Umwelt (BMU), Stiftung Pro Fricktal, Römisch-Katholische Kirche im Aargau, Ortsbürger Stadt Laufenburg (CH), Laufenburg, Walenstadt am Rhein (DE), Neue Aargauer Bank, versch. Gewerbebetriebe in Laufenburg
Milking Toni: An Industrial Archeology
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Recherche und Ausstellung über die Transformation des Toni-Areals von der ehemals grössten Industriemolkerei Europas zum heutigen Hochschulstandort.
Mit Nina Bühlmann

Juli 2014
Entworfen für den Z-Club: Eine Begleitveranstaltung zur 14. Internationalen Architekturausstellung la Biennale di Venezia, Palazzo Trevisan degli Ulivi, Campo Sant'Agnese

September 2014
Eröffnung Toni-Areal, Zürcher Hochschule der Künste

Fotos: Martina Perrin

→ Handout
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Im Auftrag der Zürcher Hochschule der Künste dokumentiert die Ausstellung die Transformation des Toni-Areals in Zürich von der Entstehung der ehemals grössten Industriemolkerei Europas im Jahr 1977 bis zum heutigen Hochschulstandort in fünf Recherchebänden. Band 1 erzählt die Architekturgeschichte des Areals. Die Bände 2-4 dokumentieren die Geschichte und den heutigen Standort von jeweils einer der im Jahr 1999 liquidierten ehemaligen Toni-Maschinen Sie wurden nach Dietikon, in die Türkei, nach Polen und Russland sowie nach Pakistan verkauft. Die Recherchebände enthalten Dokumentationen der Maschinen und ihrer heutigen Standorte von lokalen Fotograf*innen, Archivmaterial, Interviews mit ehemaligen Fabrikangestellten und Factsheets.
Es entsteht eine Industriearchäologie an der Schnittstelle zwischen künstlerischer Dokumentation, dem Erzählen von industriellen Alltagsgeschichten und städteplanerischen Überlegungen. Die Suche nach den Toni-Maschinen stellt die Transformation des Toni-Areals in einen internationalen Handelskontext und fragt nach den globalen Auswirkungen des industriellen und städtebaulichen Wandels in Zürich. Die fünf Forschungsbände werden im Ausstellungsraum auf einer ehemaligen Mozzarella-Wanne ausgestellt, die 1999 aus dem Toni-Areal entfernt wurde.
Erweitert wird die Ausstellung durch eine Hörinstallation mit neun Interviews mit zentralen Akteur*innen, welche die Transformation des Toni-Areals von der Industriebrache zur Hochschule auf verschiedene Weise begleitet und geprägt haben.
Darstellungsformate im Wandel

Internationale Tagung, Forumsreihe, Blog und Publikation zum Jahresthema von Z+.
Mit Corina Caduff

2012/2013
Zürcher Hochschule der Künste

Foto: Vera Ryser

→ Tagungsprogramm
→ Forumsprogramm
→ Blog
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Das Jahresprogramm der transdisziplinären Plattform Z+ der Zürcher Hochschule der Künste macht aktuelle Formatexperimente in Kunst, Musik, Film, Theater, Vermittlung und Design zugänglich und debattiert das Potenzial, das bei der Entwicklung neuer Darstellungsformate sichtbar wird. Es finden Workshops, eine internationale Tagung, Konzerten sowie künstlerischen Interventionen statt, die sich über das gesamte Jahr erstrecken.